Triathlon – 28. Usedomer Volkstriathlon

Mein erster Triathlon

Triathlon – eine Sportart für sich. Schwimmen, Radfahren und Laufen sind drei Disziplinen, die einzeln für sich schon sehr anstrengend sein können. Aber alle drei hintereinander ohne Pause fordern dem Körper Höchstleistungen ab und erfordern auch kopfmäßig viel Disziplin.

Am 5.8.2017 sollte ich nun also meinen ersten Triathlon bestreiten – den 28. Usedomer Volkstriathlon. Meine Vorbereitung? Gleich Null. Im Winter war ich das ein oder andere Mal ein paar Bahnen in der Schwimmhalle schwimmen, seit dem bin ich eher auf als im Wasser zu finden.

Besonderheit Volkstriathlon

Die Besonderheit des Usedomer Triathlons ist der Volkscharakter und das ist auch der Grund für meine Anmeldung. Völlig unerfahren hatte ich nicht den Mumm mich direkt bei einem Großevent anzumelden. Außerdem sollte der Spaß im Vordergrund stehen und das ist bei diesem Event definitiv der Fall.

Mit nur 100 Teilnehmern ist das Starterfeld dieses Triathlons sehr begrenzt und durch den Volkscharakter dürfen keine Profis oder sehr ambitionierte Sportler an den Start.

Besonders waren auch die Strecken. Es galt 600m in der für mich kalten und den Moderaten warmen Ostsee zu schwimmen, 11km mit dem Cityrad samt Körbchen (3 Runden) zu fahren und zum Schluss 3 km am Strand zu joggen.

Das „Rennen“

Schwimmen

Nur im dünnen Triathoneinteiler am Start und darauf warten, dass man in die kalte Ostsee springen darf um die 600m zu schwimmen. Vorgenommen hatte ich mir mindestens die Hälfte zu Kraulen, so weit der Plan. Aufgrund meiner Unerfahrenheit, Aufregung, der Wellen und den Menschen um einen herum gelang es mir nur ein paar Meter zu kraulen. Egal einfach Brust schwimmen. Mindestens die Hälfte der Starter stiegen aufgrund der doch hohen Wellen auf Brustschwimmen um, das gab mir etwas Mut doch nicht als letzte aus dem Wasser zu steigen. Mit viel Ehrgeiz schaffte ich es mich gut im Mittelfeld zu halten und aus dem Wasser zu steigen.

Rad und Wechselzone

Mit dem ersten Triathlon erfolgte auch die erste Wechselzone. Vorher hatte ich ich von einer Freundin beraten lassen, wie der Helm, die Schuhe und alles am besten liegen sollten, damit ich schnell wieder wegkomme.

Eigentlich klappte der Wechsel vom schwimmen auf das Rad relativ gut. Einmal kurz auf dem Wasser den Strand hoch, Startnummer ausersehen abgerissen ( ok schnell wieder dran basteln), Helm auf, Schuhe an und ab geht es mit dem Usedom Cityrad.

Auf dieses Radfahren hatte ich mich besonders gefreut. Keiner hat einen Radvorteil oder sonstiges, alle fahren die gleichen Räder. Dennoch hatte ich leider das Gefühl, dass der dritte Gang meines Rades nicht richtig reinspringen wollte. Egal.

Über ganze drei Runden ging es mit dem gelben Körbchenfahrrad über die Teerstrasse sowie Waldwege. Sicherlich ein sehr lustiges Bild wie alle versuchen mit den Cityrädern schnell zu sein 🙂

Leider musste ich akzeptieren, dass mich ein paar beim Radfahren überholten. Egal Spaß machte es trotzdem und ich musste das ein oder andere Mal über mich selber lachen.

Der Abschluss – das Laufen

Ja gut eigentlich würde ich sagen laufen kann ich. Die Frage stand jetzt nur noch ob mit Schuhen oder lieber ohne am Strand lang? Ich entschied mich aufgrund der kürzeren Wechselzeit dazu, die Schuhe anzulassen.

Also – Rad schnell weg, Helm ab, vorbei an den Zuschauern, den kleinen Berg zum Wasser wieder runter und los ging es. Durch die ungewohnte Belastung der verschiedenen Disziplinen tat ich mich am Anfang etwas schwer und dachte mir springt mein Herz gleich raus und meine Beine platzen.

Ein kurzer Blick auf die Uhr und zu meinem Erstaunen war ich gar nicht so langsam. Trotz Sand unter den Füßen und Ostseewasser in den Schuhen lief ich im Durchschnitt eine 5:20 auf den Kilometer.

Direkt vor mir hatte ich drei Damen. Eigentlich gefühlt am Limit dachte ich, ich würde es nicht mehr schaffen die Damen einzuholen und versuchte einfach konstant ein Tempo zu rennen. Als ich alle 10 Meter über die Buhnen sprang kam ich allerdings einer nach der anderen näher.

Kurz bei der Hälfte umgedreht und zurück. Auf den letzten 1,5 km konnte ich alle drei Damen hinter mir lassen und war nach knapp 51:42 min im Ziel!

Fazit

Ich denke für meinen ersten Triathlon war diese Vorstellung gar nicht so schlecht. Eine gute Schwimmerin werde ich nie aber ganz hinten war ich auch nicht.

Für mich stand der Spaß im Vordergrund und den hatte ich eindeutig!

Es war eine gut organisierte und gelungene Veranstaltung! Gerne nächstes Jahr wieder.

 

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