4. BARMER Women´s Run Berlin – ein Brombeermeer

Women´s Run – ein Meer aus Läuferinnen in Brombeer

Women´s Run – 3500 Motivationswunder erobern Berlin und den Olympiapark.

Zum zweiten Mal nahm ich am Women´s Run in Berlin teil. Letztes Jahr war Craft der Hauptsponsor, dieses Jahr die Barmer. Für viele ambitionierte Läufer sicherlich nicht verständlich warum Massen an Frauen in Rosa bzw. Brombeerfarbenen Shirts diesen Trend mitmachen.

Ich persönlich finde diese Frauenläufe toll. Von der ambitionierten Läuferin, über Hobbyläuferinnen und Walkerinnen ist alles dabei. Bei diesen Läufen steht nicht unmittelbar die Leistung sondern der Spaß im Vordergrund. Es gibt keinen Besenwagen oder eine Mindestlaufzeit die erreicht werden muss. Jede Frau, egal welches Fitnesslevel, kann sich hier anmelden und wird bis sie im Ziel ist gefeiert.

Die Atmosphäre

Ich gebe zu, auch ich laufe ungern wie alle anderen in einem Rosa Shirt rum. Ich weiß gar nicht genau womit das zu tun hat, vielleicht weil ich nicht dieses typische Frauenklischee bin. Eigentlich laufe ich nie einen Lauf im gestellten Wettkampfshirt – Individualität ist das Zauberwort. Dennoch bin auch ich das zweite Mal in Brombeer gelaufen, irgendwie steckt es dann doch an. Diese Stimmung bei den Frauenläufen ist einzigartig. Kein Gerangel an der Startlinie, alle sind entspannt und gut drauf. Die einen wollen ganz entspannt rennen, andere machen nebenbei Erinnerungsfotos und Videos, einige unterhalten sich angeregt und klar ein Teil versucht die Ziellinie schnellstmöglich zu erreichen.

Women’s Village

Einzigartig sind bei den Frauenläufen in Berlin (Avon Frauenlauf & Barmer Women´s Run) die Atmosphäre vor sowie nach dem Lauf. Auch hier gab es wieder ein Womens Village. Klar hier wird das klassische Klischee erfüllt. Für Coupons kann man am Glücksrad drehen, es gibt rosafarbene Schweiß- und Stirnbänder mit dem Tagesmotto, man kann shoppen, das Coverbild auf der Womenshealth werden und an vielen Gewinnspielen teilnehmen. Aber egal so macht es doch Spaß.

Überall lange Schlangen. Na gut, hole ich mir mal mein Schweißband und Stirnband. Irgendwem werde ich damit zuhause sicherlich eine Freude machen können. Bei dem Rest dauert es mir einfach zu lange mich anzustellen, außerdem benötige ich erst meine Finishertasche um alles zu verstauen. Das werde ich nach dem Lauf machen.

Neben den ganzen Attraktionen für die Frauen sieht man die Männer mit rosa Motivationstüten stehen, welche fleißig das gesammelte und gewonnene Hab & Gut tragen. Aber und das ist das schöne, keiner wirkt gelangweilt, genervt oder sonstiges. Hier sind alle stolz auf ihre Frauen oder Töchter – egal welche Leistung sie erbringen.

Selbst nach den Läufen rennen nicht alle weg sondern geniessen die Stimmung im Village bei einer Bratwurst, Steak Crepé oder sonstigen Leckerein. Sitzen gemütlich auf der großen Rasenfläche und unterhalten sich angeregt, mit einem Lächeln auf den Lippen, über den vollbrachten Lauf.

Kostenlos konnte man beim SKYR Stand auch einen Natur- oder Vanillequark probieren. Sehr praktisch und umweltbewusst nicht im Plastikbecher sondern in der Waffel. Damit es nicht so langweilig schmeckt, standen Gläser mit verschiedenen Sachen wie Trockenfrüchten und Nüssen von Seeberger bereit. YAMMI!

Der Lauf

Anmelden kann man sich für 5 oder 8 km, zum joggen oder walken. An diesem Sonntag bei angenehmen 24 Grad und leichtem Sonnenschein, kamen rund 3500 Läuferinnen um den Olympiapark zu erobern.

Die 5 km starteten bereits um 13:00 Uhr. Eine Masse an Brombeerfarbenen Frauen setzen sich nach dem Startschuss in zwei Startwellen in Bewegung. Bereits nach 21:48min kam die erste Läuferin ins Ziel. Um 15:00 sollte der Startschuss für die 8 km fallen, bei denen auch ich startete. Zur Erwärmung turnte Stargast „Jana Ina Zarrella“ mit den Läuferinnen. Auch das gehört irgendwie zu den Frauenläufen dazu.

Anders als sonst und sehr ungewohnt stand ich in der 7 Reihe ganz vorne im Starterfeld. Sonst verpasse ich oft den rechtzeitigen Einstieg oder bin einfach zu faul mich schon so lange da hin zu stellen, sodass ich gefühlt ganz hinten stehe. Aber durch die entspannte Atmosphäre stand ich nun fast ganz vorne – na gut. Mein Plan war es nach dem ich am Vormittag bereits Achtertraining hatte und nicht wirklich zum Lauftraining gekommen bin, diesen Lauf entspannter anzugehen.

Die Strecke

Einen Teilabschnitt der Strecke kannte ich bereits vom 5 km Lauf aus dem Vorjahr und wieder war ich erstaunt wie hügelig diese Strecke ist. Direkt 500m nach dem Start ging es einen ordentlichen Anstieg hoch, wo sich das Feld bereits auseinander zog, danach quer durch den Olympiapark, rein auf die blaue Bahn im Olympiastadion und wieder raus in den Park zur nächsten Runde.

Trotz schwerer Beine, wenig Lauftraining und den Hügeln lief es erstaunlich gut. Für Abkühlung sorgten aufgestellte Wassersprenger und Wasser- sowie Teeverpflegungstände. Nach beachtlichen 33:12 min lief die Siegerin des 8 km Laufes über die Ziellinie – da war ich und viele andere noch unterwegs. Ich folgte etwas später mit 39:53 min.

Ergebnis

Etwas erstaunt war ich dann doch über das Ergebnis. Ich hatte zwar bemerkt, dass mich niemand wirklich überholt hatte aber auch ich hatte höchstens 2 plus 1 Dame direkt vor dem Ziel überholt. Gerechnet und gehofft habe ich, dass ich unter die Top 50 komme… Tja und nun steht ein 20. Gesamtplatz und 6. Platz in meiner Altersklasse zu buche. Gar nicht mal so schlecht 🙂

2016 – 5 km in 26:46 min und 26. Gesamtplatz sowie 7. Platz AK

2017 – 8 km in 39:53 min und 20. Gesamtplatz sowie 6. Platz AK

Ich zähle also eher zur letzteren Kategorie – die Ziellinie so schnell wie möglich erreichen. Aber nicht immer zählen Zahlen und Platzierungen. Jede Frau, die gestern die 5 oder 8 km gemeistert hat, egal ob joggend oder walkend, verdient Anerkennung!

Bewegung heißt das Zauberwort und dabei ist es egal in welchem Tempo.

Es war schön auf der Strecke ganze Gruppen zu sehen aber auch Töchter, die den Weg mit ihren Müttern oder Omas meisterten, beste Freundinnen oder Kolleginnen, Väter & Ehemänner die im Olympiastadion und auf der Strecke anfeuerten –  alles war dabei.

Fazit Women´s Run Berlin 2017

Für mich schon wie im letzten Jahr ein sehr gelungener und top organiserter Lauf des SCC. Von der Kleiderabgabe, über die Startnummern- und T-shirtausgabe aber auch das Drucken der Urkunde vor Ort, alles hat reibungslos geklappt.

Anmeldung für 2018 ? Klar!

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