BIG25 – Berlin läuft und läuft!

BIG25 – 25km durch die Haupstadt

BIG25 – 2017, ein Lauf für den inneren Schweinehund.

Seit dem ich seit Jahren nur noch 10km Volksläufe oder Hindernissläufe wie den Tough Mudder mitmache, sollte es dieses Jahr wieder einen langen Straßenlauf in meinem Wettkampfkalender geben. Ausgesucht habe ich mir den BIG25.

Die Gründe dafür sind einfach:

  1. Berlin ist nicht weit weg
  2. Habe ich den BIG25 noch nie mitgemacht
  3. Es ist nicht gleich ein Marathon
  4. Die Medaillen sehen einfach toll aus
  5. Der Einlauf ins Olympiastadion – einfach grandios.

Die Vorbereitung

Die Vorbereitung lief wie immer nicht optimal. Während ich im Januar und Februar noch knappe 240km lief, wurde es im März aufgrund einer längeren Krankheit schon deutlich weniger. Im März und April stand das Rudertraining wieder deutlich im Fokus, sodass auch hier nur 5 Laufeinheiten á 5km drin waren. Nun wenigstens in der Woche vor dem Lauf wollte ich etwas kürzer treten und die Regeneration in den Vordergrund stellen.

Soweit der Plan..

Die Durchführung sah dann doch etwas anders aus. Aufgrund des guten Wetters war ich neben den drei Rudereinheiten, welche auch Belastungen enthielten, viel auf dem Wasser sowie dem Rad unterwegs. 🙂

Der Lauf

Mit knapp 11.500 anderen hochmotivierten Läufern stand ich an der Startlinie, während andere fleißig im ehemaligen Olympiabecken ihre Bahnen zogen. Alle Läufer mit einem Ziel vor Augen – die 10km, HM oder 25km zu finishen. Der Wetterbericht hatte Wolken und Regen angesagt. Das trat zum Glück nicht ein, so standen alle Läufer mit kurzen Laufsachen in der prallen Sonne am Start. Nach 10min Verzögerung ging es dann endlich los. Einmal auf der Strecke gibt es kein zurück mehr.

Die Beine machten mir bereits nach einem Kilometer deutlich, dass die Woche doch zu intensiv war. Getragen durch die Masse hörte ich aber nicht darauf. Bereits nach 5km trennte sich die große Gruppe – HM und 25km links lang, die 10km Läufer bitte rechts lang. Der erste Moment wo man überlegt nicht doch einfach abzubiegen. Aber nein weiter ging es in dem Trupp. Ich hatte einen Mann gefunden der ein für mich optimales Tempo lief und mich einfach an ihn rangehangen. Tja da musste er jetzt durch. Bei Kilometer 5 und 10 die ersten Trinkstände, endlich! Die Wärme war echt unerträglich. Die ersten 10km versuchte ich im Schatten zu rennen aber irgenwann gab es keinen mehr und man lief in der prallen Sonne.

Sonne pur

Eigentlich liebe ich die Sonne ja, aber der kurzfristige doch heftige Wetterumstieg machte mir zu schaffen. Aber anscheinend nicht nur mir, denn bereits bei Kilometer 10 hatten einige andere Läufer mit dem Kreislauf zu tun. Mein Problem war eher noch ein anderes, ich musste pinkeln. Das ist mir ja noch nie bei einem Lauf passiert. Natürlich ist dann immer weit und breit kein Dixi oder Wald zu sehen – wie sollte es auch anders sein. Naja gut dann geht es eben weiter. Bei Kilometer 10 schnell etwas Wasser über den Kopf gekippt und getrunken, weiter geht die Reise.

Es näherte sich Kilometer 14 und ein Wäldchen, welche die HM-Strecke und 25km Strecke wieder zusammenführte. Nach einem kurzen Abstecher in das Wäldchen ging es mir wieder besser und ich lief erstmal erleichtert weiter. Bis Kilometer 15 war ich mit einer Durchschnittspace von 5:20/km mehr als in meinem Plan. Doch leider kam nach dem Trinkstand der Mann mit dem Hammer. Als hätte jemand den Schalter umgelegt ging einfach gar nichts mehr. Aber ich hatte noch ganze 10km vor mir.

Hauptsache ins Ziel

Die letzten 10km sollten die gefühlt längsten werden. Nachdem es an dem 15km Versorgungsstand schon zu einigen Engpässen und Wartezeiten kam ging es weiter. Immer mehr Läufer lagen unter der Betreuung von Sanitäter am Straßenrand und wurden betreut. Da ich meine komplette Kleidung bei km 15 zum Glück nass gemacht hatte, tropfte ich zwar aber es erfrischte im leichten Wind auch gleichzeitig.

So hangelte ich mich von Kilometer zu Kilometer immer im Blick dass es bei km 20 wieder Wasser geben sollte. Meine Durchschnittszeiten wurden immer schlechter, egal hauptsache ankommen.

Endlich der Versorgungspunkt bei km 20. Von hier aus sollten es nur noch 5km sein. Das muss doch irgendwie zu machen sein. Leider waren an diesem Versorgungsstand zu meinem Zeitpunkt keine Becher mehr da und die Helfer sichtlich überfordert. Jeder der konnte schnappte sich eine Flasche und versuchte so zu Wasser zu kommen.

Die letzetn 5km zogen sich noch einmal unendlich. Der innere Schweinehund wollte sich bei jedem Kaffee einfach reinsetzen. Aber es half alles nichts, wollte ich diese tolle Medaille musste ich ins Ziel.

Der Zieleinlauf

Die letzten knapp 800m gingen im Vergleich zu den knapp 9 davor wie im Flug vorbei. Ab in den Tunnel und erstmal nur bergab zum Eingang in das Olympiastadion. Die letzten knapp 400-500m konnte man diese unglaubliche Kulisse genießen. Als wäre nichts davor gewesen und durch die Kulisse trugen mich meine Beine im Stadion wieder schneller und ich konnte noch an einigen Läufern vorbei. Aber vielleicht wollten sie auch nur endlich ins Ziel.

Eingelaufen bei einer Endzeit von 2:25,20 h . Fast 5 min unter der Zeit die ich gedacht hätte aber auch 3min über der Zeit mit der ich geliebäugelt habe. So schnell war der Lauf dann doch irgendwie wieder vorbei. Die Beine und Füße schmerzten aber und wussten was sie gerade geleistet haben.

Fazit

Ein sehr schöner Lauf durch die Hauptstadt, eine grandioser Einlauf und bestes Wetter. Die ersten 15km in meinen Augen echt perfekt gelaufen, nur der Mann mit dem Hammer darf das nächste Mal zuhause bleiben. Für mich als Gelegenheitsläuferin allerdings eine denke ich gute Zeit. Es hat sich defintiv gelohnt den BIG25 mitzumachen!

Nur die Versorgungsstände, da kann der Veranstalter noch einiges Verbessern. Es ist wirklich toll, dass Lichtenauer Sponsor mit ist aber es ist weder für die Helfer noch die Läufer zumutbar, dass 1Liter Flaschen aufgeschraubt werden müssen. So sind die Helfer weder auf der Strecke noch im Nach-Ziel-Bereich den Massen an durstigen Läufern gerecht geworden. Trotzdem haben sie ein super Job gemacht und ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre so ein Event gar nicht möglich.

Der nächste Lauf ist der Avon Frauenlauf. Diesen werde ich aber das erste Mal etwas entspannter angehen, da ich mit einer Freundin laufe. Geniessen steht im Vodergrund.

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