Für ambitionierte & professionelle Athleten – Polar V800

Trainingscomputer und Trainingspartner in einem – die Polar V800

Nachdem ich jahrelang nun Garmin mit meiner Forerunner 310xt treu war, sollte es etwas neues sein. Die Polar V800 faszinierte mich nicht nur von ihren Eigenschaften, sondern auch vom Äußeren. Eine Sport Uhr die viel kann und dazu noch sehr schick aussieht.

Die Polar v800 gibt es mitlerweile in drei Farben – schwarz, blau und rot. Wer eine eher elegante Sportuhr sucht, sollte die V800 in schwarz nehmen. Aber auch in blau und vor allem rot macht sie eine gute Figur.

Die Uhr ist einfach der absolute Hammer. Sie sieht nicht nur klasse aus, sondern ist auch noch sehr hochwertig verarbeitet. Wer ein zierliches Frauenhandgelenk hat, dem könnte diese Uhr allerdings etwas zu groß sein. Mir ging es die ersten Tage auch so, doch ich gewöhnte mich schnell daran und trage sie inzwischen nicht nur beim Sport.

Zwischen den Sporteinheiten dient sie mir als Activity-Tracker und erinnert mich dank dem Inaktivitätsalarm daran, ein paar Schritte zu gehen.

Die Inbetriebnahme der Uhr geht relativ schnell und ist völlig selbsterklärend. Zunächst muss die Polar Flow Sync  Software auf dem PC installiert werden. Hier muss ich mich dann mit meinem Polar Konto anmelden – besitze ich keines, kann ich mich binnen weniger Minuten ganz einfach registrieren. Nun verbinde ich meine Uhr mit dem mitgelieferten USB Kabels am PC und kann alle Einstellungen an der Uhr vornehmen: Sprache, Sportprofile, persönliche Daten, Aktivitätsziel etc.

Polar H7 Brustgurt

Nun kann es schon fast losgehen. Wenn man einen Polar H7 Brustgurt dazu erworben hat wie ich, dann sollte man diesen noch mit der Uhr Koppeln.

Hinweis!! Frauen sollten versuchen die kleinen Größen zu bekommen!

Mein dazugelieferter Pulsgurt war in der Größe M-XXL. Da ich einen schmalen Brustumfang habe, wackelte der Gurt trotz engster Einstellung beim Laufen leicht. Ich habe mir dann den XS-S Gurt geholt und nun ist alles perfekt.

Das Koppeln geht erstaunlich schnell wie ich feststellen musste. Wenn ich mich an meine allererste Polaruhr vor bestimmt 10Jahren erinnere, die gefühlt Stunden gebraucht hat bis der Pulsgurt gefunden wurde, dauerte es hier nur ca 10sek. Auch die Kopplung mit dem Smartphone und der heruntergeladenen PolarFlow App auf dem IPhone funktionierte einwandfrei sowie schnell.

Schön finde ich auch, dass es den Pulsgurt nicht mehr nur in einfarbig schwarz gibt, sondern auch in anderen Farben. Wir haben für Blau und Rosa entschieden.

Um den Polar H7 Brustgurt mit der Uhr zu koppeln sollte man diesen tragen!

Akkulaufzeit

Besonders gestört hat mich bei anderen GPS Uhren die Akkulaufzeit. Diese war meist so kurz, dass ich nach 2-3 kurzen Sporteinheiten die Uhr aufladen musste. Ich muss zugeben ich war von der Garmin Forerunner 310xt etwas verwöhnt, allerdings trug man diese auch wirklich nur zum Sport. Die Polar verbindet nun endlich alles. Ich kann sie den ganzen Tag tragen und mehrere Einheiten Sport mache,  ohne dass sie mich im Stich lässt.Und selbst wenn man mal mehr als 13h Training ohne Pause macht, kann man die Polar während der Benutzung per externer Powerbank laden.

Angegeben wird offiziell von Polar eine Akkulaufzeit von ca. 13h im Trainingsbetrieb und ca. 50h im GPS Stromsparmodus.

Polar Flow

Völlig begeistert bin ich von den Funktionen der Polar v800. Früher habe ich akribisch ein Trainingstagebuch in Papierform geführt, das habe ich nun aufgegeben. Mit der v800 kann ich alle meine Trainingseinheiten aufzeichnen, verschiedene Sportprofile als Voreinstellung wählen oder sie im Nachhinein bestimmen.

Besonders hervorzuheben ist hierbei die sehr gute Lesbarkeit des Displays, egal ob auf dem Wasser, im Wasser oder bei verschiedenen Lichtverhältnissen, das Display ist immer gut lesbar.

Die Polar v800 erfüllt jeden Wunsch eines Sportlers. Jedes Sportprofil kann persönlich in seiner Display anzeige eingestellt werden. Hier gibt es auf der Polarseite vorgegebene Bildschirmvarianten oder man bastelt sich eine ganz neue zusammen. Dank dem vierzeiligen Display ist man hier sehr vielfältig.

Einstellung tägliches Ativitätsziel und Displayanzeige

 

Das erste Lauftraining mit der Uhr

Nach exakt 1000m signalisiert mir die Uhr durch Vibration und einem akustischem Signal, dass ich wieder einen Kilometer geschafft habe. Ich kann die automatischen Runden direkt in den Einstellungen der Uhr einstellen. Hier kann ich auch die Distanz wählen, ob 1km oder 800m oder oder. Auf dem Display wird mir dann die Pace (Zeit) für den Kilometer und mein Puls dazu angezeigt. Diesen Alarm kann man natürlich auch zu anderen Zwecken wie einem vorgegebenen Tempotraining oder Intervalltraining nutzen. Das Umschalten der vorher eingestellten Trainingsansichten funktioniert dank den Bedienknöpfen sehr zuverlässig und auf Anhieb.

Etwas Besonderes ist die Tippfunktion der Uhr, welche sofort zB. eine Rundenzeit nimmt wenn man auf das Display schlägt. Da ich diese Funktion aber nicht benötige und bei einigen anderen Sportarten als nervig empfinde habe ich diese ausgestellt.

Nach der Laufeinheit einfach einmal kurz die Backtaste gedrückt und schon wird das Training unterbrochen. Ein erneutes 3sekündiges halten der Backtaste beendet dann die Trainingseinheit komplett. Diese Funktion mag ich besonders, da es beim Krafttraining bei bestimmten Übungen vor kommt, dass man ausversehen an diese Taste kommt, so wird das Training aber nur unterbrochen und nicht gleich beendet. Auch in der Stadt finde ich das echt praktisch, da ich an der Ampel bei Rot kurz auf Stopp drücken kann und wenn es grün wird sofort das Training weiterlaufen lassen kann.

Trainingsinformationen erhalten

Nach der kompletten Beendigung des Trainings erhalte ich sofort allerhand an Informationen über mein Training. Die Uhrzeit wann ich dieses begonnen habe, Rundenzeiten, Durchschnittszeiten, Laufindex, schnellste Runde, Höhenmeter, Kalorien, Distanz natürlich und meine Herzfrequenz.  Ohne vorher Daten groß auf meinen Mac zu übertragen zeigt mir die Uhr bereits alle wichtigen Informationen. Verbinde ich diese nun mit dem Mac oder auch der Polar Flow App habe ich noch einmal alles schwarz auf weiß und zudem zeigt er mir sogar meine gelaufene Strecke in einer Maps-Ansicht an.

Sehr interessant finde ich auch die Back-to-start Funktion. Denn nicht immer läuft man eine bekannte Strecke und so führt einen die Uhr auch wieder an das Ausgangsziel zurück. Hier kann sich keiner mehr verlaufen. Zudem gibt es die Möglichkeit bereits gelaufene Strecken als Favoriten zu speichern und diese die nächsten Male inklusive Routenführung auf der v800 abzulaufen. So kann man sich auch andere Laufrouten von Läufern, die diese als öffentlich im Webservice deklariert haben abspeichern und selbst ablaufen.

Besonders wichtig für alle, die gerne viel Laufen oder auch Radfahren ist das GPS Signal und wie schnell dieses gefunden wird. Nach meinen Erfahrungen mit meiner Garmin 310xt und meiner TomTom Multisport bin ich einfach nur begeistert wie schnell die Polar v800 ein GPS Signal findet und das Training sofort losgehen kann.

Bahnschwimmen

Ein großer Punkt die V800 zu kaufen war mich die Wasserbeständigkeit von bis zu 30m. Da ich viel auf und auch im Wasser unterwegs bin, benötige ich einen Begleiter der nicht bei Spritzwasser schon aufgibt.  Im Winter bin ich auch gerne in den Schwimmhallen Potsdams unterwegs, hier war aber bisher die Trainingsaufzeichnung gleich Null und ich musste mich bemühen immer fleißig die Bahnen zu zählen, damit ich ungefähr weiß was ich geschafft habe. Das ist nun vorbei.

Voreingestellt ist bei der Polar V800 einen Sportartenprofil „Bahnschwimmen“ mit einer Länge von 25m, diese kann man im Menü auch auf 50m ändern. Also wollte ich es probieren. Pulsgurt um, Uhr ans Handgelenk und los geht es. Nach 90min intensiven schwimmen und dem Drücken der Back-Taste zur Beendigung meines Trainings wurde ich überrascht. Die Uhr hat einwandfrei die ganze Zeit meinen Puls gemessen und die Bahnen erkannt. Kein lästiges Bahnen zählen mehr um die geschwommene Distanz zu errechnen. Und das nun kommt der Hammer, die Polar v800 erkennt sogar welche Schwimmstile ich geschwommen bin und teilt meine Distanz in diese auf.

Kritik

Beim Techniktraining möchte die Uhr nicht alle Bahnen mir anerkennen. Sie berechnet die Schwimmstile und Bahnlänge anhand eines Algorithmus. Schwimme ich nun nur Rücken Beine ohne die Arme, so erkennt er keine Armbewegung und rechnet mir daher auch die Bahn nicht auf meinem Distanzkonto an. Aber das ist ein kleiner Kritikpunkt den ich gerne verschmerzen kann.  Bei mir als Frau hat der Pulsgurt dank Badeanzug ganz gut gehalten, wobei ich bei einigen schnellen Wenden schon gemerkt habe, dass er woanders hin wollte. Ich denke Männer könnten beim Startsprung oder auch bei  Rollwenden Probleme bekommen, dass der Gurt verrutscht.

Die Syncronisierung und Auswertung der Daten

Die Synchronisierung mit der App und dem Computer funktionieren einwandfrei. In der Polar Flow App und dem Webservice stehen nahezu unendliche Auswerte- und Analysemöglichkeiten zur Verfügung. Hier habe ich auch die Möglichkeit die nicht gezählten Technikbahnen in der Distanz nachzutragen bzw. zu ergänzen. Selbst wenn man einmal die Uhr zuhause vergessen hat und zum Sport ist, hat man die Möglichkeit im Polar Flow Webservice einzelne Einheiten per Hand nachzutragen.  Das Führen eines separaten Trainingstagebuches ist damit nicht mehr nötig.

 

Polar Flow App Wochen und Tagesansicht

Dank der Polar Flow- App kann ich jederzeit meine Trainings- und Aktivitätsdaten syncronisieren. Zudem Gibt die App mir Aufschluß über meine geleisteten Ziele am Tag, in der gesamten Woche oder sogar im Monat.

Polar Flow auf dem PC

Auf dem PC bietet mir Polar Flow noch einige Optionen mehr. Neben verschiedenen Einstellungen wie dem Aktivitätsniveau, persönlichen Daten & Einstellungen, Sportprofilen und Displayverwaltungen, bietet es mir eine große Auwahl an Trainingsübersichten. So kann ich wenn ich es möchte mein ganzes Jahr auswerten oder auch nur einen bestimmten Monat. Kann mir einzelne Trainingseinheiten noch mal genauer anschauen oder sogar Training planen.

Smart Notifikations

Zuletzt ist noch das für mich praktische Feature der Smart Notifications zu nennen. Stelle ich dies ein und sage er soll mir im Bildschirm eine Vorschau geben, dann sehe ich wer mich anruft auf meiner Uhr und auch wer mir eine SMS oder ähnliches schreibt. Auf dem Bildschirm zeigt er mir fast komplett die erste Zeile an. Mit der Back-Taste bekomme ich die Nachricht dann wieder aus dem Display. Für mich auf Arbeit eine nette Sache, so kann ich bereits vorher filtern wie wichtig der Anruf oder SMS gerade ist, oder ob das Handy noch in der Tasche bleiben kann.

Updates

Auch Updates werden regelmäßig von Polar für ihre Uhren angeboten. So werden nach und nach einige wichtige Dinge hinzugefügt. Wurden die ersten V800 Uhr noch ohne das Sportprofil Bahnenschwimmen und den dazugehörigen Algorithmus zum Bahnenzählen ausgeliefert, können das mittlerweile dank Update alle.

Neu dazu gekommen ist außerdem:

  1. Geschwindigkeit- und Distanzmessung am Handgelenk
  2. Running-Index Analyse

Die Geschwindigkeits- und Distanzmessung am Handgelenk ist vor allem für Sportler wichtig, die im Winter viel auf dem Laufband trainieren. Musste man vorher im Flow Daten wie die Distanz noch selbstständig nachtragen, erfasst die Uhr die Distanz auf dem Laufband jetzt selbst. Das heißt, die V800 misst die Schrittfrequenz über den eingebauten Beschleunigungssensor und misst so die Distanz.

Der Polar Webservice bietet außerdem die Möglichkeit einer langfristigen Running Index Analyse. Das heißt, neben der Entwicklung der Laufleistung prognostiziert die Running Index Analyse die Laufzeiten für verschiedene Distanzen.

Technische Daten

  • Gewicht : 79 Gramm
  • Wasserbeständigkeit: bis zu 30m
  • Größe: 12,7 mm flach
  • Gehäuse: Aluminium und Edelstahl
  • Display: Hochauflösend (128×128)
  • Tab Gestures – zB. nehmen von Rundenzeiten durch Antippen der Uhr
  • Akustischer Alarm und Vibrationsalarm
  • Texte in 13 Sprachen
  • Datenübertragung: via Bluetooth und USB Kabel zum PC
  • Speicherkapazität: 60std. Training mit GPS und Herzfrequenz
  • Akku: für 13std. Training; 50std. im GPS Energiesparmodus oder 30 Tage in der Uhrzeitanzeige mit Überwachung der 24/7 Aktivität

Funktionen

  • Herzfrequenz in Schlägen pro Minute/ %
  • Herzfrequenz Zonen – basierend auf dem Prozentsatz deiner maximalen Herzfrequenz
  • Messung der Herzfrequenz im Wasser
  • Trainingsnutzen
  • Fitness Test
  • Orthostatischer Test
  • Smart Calories
  • 24/7 Activity Tracking
  • Schlafdauer / Schlafqualität
  • Inaktivitätsalarm
  • Distanz
  • Geschwindigkeit /Tempo
  • Race Pace
  • Running Index
  • Back-to-Start
  • Routenführung
  • Barometer Funktionen (Höhe, Aufstieg u. Abstieg)
  • Sportprofile
  • Wechselzeiten beim Multisporttraining
  • Trainingsziele
  • Erholungsstatus
  • Trainingstagebuch
  • Wochenzusammenfassung
  • Schwimmfunktionen
  • Stoppuhr und Countdown

Fazit

Für mich ist die Uhr das momentan beste was es auf den Markt gibt. Vom preislichen her ist sie sicherlich nicht im untersten Segment der GPS Uhren aber hat dafür auch allerhand Funktionen für Sportler zu bieten.  Besonders zufrieden bin ich auch mit dem Service von Polar und der Speicherung meiner Daten.

zu finden auf Amazon:

POLAR Trainingcomputer V800 HR, Black, 90047437

2 thoughts on “Für ambitionierte & professionelle Athleten – Polar V800”

  1. Hallo Mandy, danke für den tollen Erfahrungsbericht mit der V800. Ich habe momentan die Polar M600 am Handgelenk und bin ein bisschen hin- und hergerissen. Es ist halt eine klassische Zwitterlösung aus Sportuhr und Smartwatch. Auch wenn sich viele der Funktionen der V800 bei der M600 wiederfinden, bin ich mir doch nicht sicher, ob für den Sport eine dedizierte Sportuhr die bessere Wahl ist. Zudem saugt die M600 den Akku des Smartphones schon recht schnell leer und da die Polar Flow Sync App am PC die M600 nicht unterstützt, bleibt man auf das Smartphone angewiesen.

    Wenn ich genug Erfahrung mit der M600 gesammelt habe, werde ich diese auch in meinem Blog veröffentlichen. Wenn du Lust hast, schaust du einmal vorbei.

    Gruß
    Flo

    1. Hallo Flo,

      Ich bin bisher immernoch begeistert von der V800. Einziges Manko wenn man sie 24/7h trägt ist, dass sie für ein Frauenhandgelenk recht groß ist. Da ich sie rechts trage stört sie mich wenn ich am Computer arbeite, deshalb hatte ich überlegt mir zusätzlich noch eine A360 zuzulegen. Aber ich denke das werde ich lassen ^^ Die V800 ist in meinen Augen schon das beste was Polar momentan bieten kann. Eine Pulsmessung am Handgelenk ist nett, aber leider auch nicht so zuverlässig. Mein Problem dabei ist auch, dass ich die Uhr zum Krafttraining etc recht locker trage um bei keiner Übung ausversehen an Knöpfe zu kommen oder mir das Handgelenk abzuschnüren, somit fällt die Messung am Handgelenk wieder flach. Und zum schwimmen ist die V800 auch der Hammer.

      Mit der M600 hatte ich auch mal geliebäugelt aber wie du eben sagst, der Akku beider Geräte ist somit schnell leer. Wenn es dir nur darum geht, zu sehen wer evt. schreibt oder anruft. Dann kann das die V800 dank Smartnotifiaktions auch erledigen. Da ich mein Handy aber zB. eh immer am Mann habe, habe ich mich gegen die M600 entschieden.

      Wenn du einen Bericht fertig hast zu deiner M600 lass mir doch einen Link zukommen, dann würde ich dich mit deinem Blog unter meinem Bericht verlinken. Wenn du magst natürlich nur 🙂

      Liebe Grüße und viel Spaß noch mit der M600

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